Liebe Patienten, liebe Interessierte an meiner Praxis,

 

von November 2017 bis ca. März 2018 werden meine Praxisräume in der denkmalgeschützten Altbauvilla saniert, erweitert und neu gestaltet. Die Praxis soll noch schöner werden! Während dieses Zeitraumes sind die Räume leider nicht nutzbar und es können daher keine Therapien durchgeführt werden. Für Diagnostiktermine und Beratungsgespräche stehe ich nach wie vor gern zur Verfügung.

Sobald der Praxisbetrieb wieder aufgenommen wird, informiere ich Sie selbstverständlich umgehend. Danach geht es im neuen Glanz und mit viel Freude weiter.

Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen im Jahr 2018! Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und sende herzliche Grüße,

Ihre

Beate von Kirchbach

 

 

 

 

 

 

 

Myofunktionelle Therapie

 

 

 

 

 

 

Fällt Ihnen auf, dass Ihr Kind häufig durch den Mund atmet und die Lippen geöffnet sind?
Sie haben das Gefühl, dass bei Ihrem Kind die Zunge häufig „herausguckt“?
Ihr Kieferorthopäde hat eine logopädische Behandlung verordnet, obwohl alle Laute normal gebildet werden?

 

 

Was ist eine myofunktionelle Störung?

 

Bei Patienten mit einer myofunktionellen Symptomatik handelt es sich häufig um Kinder oder Jugendliche mit einer sog. funktionellen Schluckstörung auf Grund einer muskulären Dysbalance, d.h. manche Muskeln der Gesichts- und Schluckmuskulatur sind sehr aktiv, andere zu wenig.

 

Die Folge davon können eine offene Mundhaltung, falsche Zungenlage, Schlucken gegen die Zähne und ggf eine Artikulationsstörung sein.
Kinder mit dieser Problematik fallen oft erst spät auf, wenn ein Kieferorthopäde die Zahn- oder Kieferentwicklung korrigieren möchte.

 

Beim Schlucken übt die Zunge Kraft gegen den Gaumen aus. Bei Patienten mit myofunktionellen Störungen wird die Zunge beim Schlucken gegen oder zwischen die Zähne gepresst. Auch die Ruhelage der Zunge kann nicht oder nur unzureichend eingenommen werden.

 

Da der Mensch bis zu 2.000 x am Tag schluckt, besteht beim fehlerhaften Schlucken die Gefahr, dass sich Zähne verschieben oder dass der Kiefer sich verformt. Im Gegensatz zum harten Gaumen können die Zähne der Zungenkraft nicht standhalten. Eine nicht behandelte myofunktionelle Störung kann somit eine Zahnfehlstellung hervorrufen und/oder den Erfolg einer kieferorthopädischen Behandlung gefährden.

 

 

Wie wird eine MFS in der Therapie behandelt?

 

Nach einer umfassenden videogestützten Diagnostik werden mundmotorische Übungen, Übungen zur Zungenruhelage, zum physiologischen Schlucken und Elternberatung angeboten. Häufig wird die orofaciale Behandlung durch Körperübungen unterstützt.

 

Diese Übungen werden in den Therapiestunden erarbeitet und ähnlich wie bei einem „Fitnessprogramm für den Mund“ regelmäßig von den Patienten durchgeführt. Unterstützend erhalten die Kinder/Jugendlichen genaue Pläne, die individuell auf die Fähigkeiten des Patienten modifiziert werden.

 

Falls zusätzlich die Aussprache eines Lautes oder mehrerer Laute (wie z.B. „Lispeln“) betroffen ist, wird die korrekte Artikulation im Anschluss an die myofunktionelle Therapie behandelt.

 

Eine myofunktionelle Therapie dauert je nach Ausprägung der Störung zwischen 10 und 20 Therapiestunden. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.myolino.de oder unter http://www.dbl-ev.de/index.php?id=230